
Fifa bleibt trotz Uefa-Boykott an Investorenplänen zur WM fest
KI-Zusammenfassung
Nach der Boykott-Drohung der Uefa verteidigte die Fifa ihre Pläne zur Gründung einer Tochtergesellschaft, die kommerzielle Rechte an Fifa-Turnieren an Investoren verkaufen soll. In einem Statement erklärte der Fußballweltverband: „Wir respektieren die öffentlich geäußerten Rückmeldungen und Bedenken und bekräftigen unser Bekenntnis zu einer offenen und demokratischen Konsultation.“
Die Fifa betonte, dass der geplante Konsultationsprozess durch fehlerhafte Medienberichte gestört worden sei. „Niemand verkauft den Fußball“, beteuerte der Weltverband und wies darauf hin, dass die Fifa Forward Enterprise (FFE) dazu diene, allen Mitgliedsverbänden die Möglichkeit zu geben, die kommerziellen Chancen des Fußballs in ihren Ländern zu nutzen.
In einem weiteren Schritt kündigte die Fifa an, über die geplante Tochtergesellschaft mehr als vier Milliarden US-Dollar von externen Investoren einwerben zu wollen. Zukünftige WM-Turniere sollen unter dem Dach der FFE organisiert werden, deren Mehrheits-Eigentümer die Fifa bleibt.
Die Uefa ging in den offenen Konflikt mit der Fifa und drohte, dass kein europäisches Nationalteam an einem Turnier des Weltverbandes teilnehmen werde, solange die Investorenpläne bestehen. „Wir werden diesem Modell niemals unsere Legitimität verleihen“, erklärte die Uefa nach einer Dringlichkeitssitzung.
Auch der Kontinentalverband Concacaf lehnte die Investorenpläne ab. Ohne die Stimmen von 55 europäischen und 35 nord- und mittelamerikanischen Verbänden wird es für den Fifa-Präsidenten Gianni Infantino schwierig, eine Mehrheit unter den 211 Mitgliedsverbänden zu erreichen.
Die Fifa wies darauf hin, dass „keine einzelne Instanz“ für alle Mitgliedsverbände sprechen könne. Jedes Mitglied habe das Recht, den Vorschlag zu prüfen und an der Gestaltung seiner Zukunft mitzuwirken.
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