
Uefa plant Boykott von Fifa-Turnieren bei Durchsetzung von Investorendeals
KI-Zusammenfassung
Die Uefa hat im Konflikt mit Fifa-Präsident Gianni Infantino eine drastische Eskalation beschlossen: Sollte Infantino an seinen umstrittenen Investorendeals festhalten, droht die Uefa mit einem Boykott aller Fifa-Turniere. Dies wurde während einer Dringlichkeitssitzung aller 55 Nationalverbände am Donnerstag beschlossen.
In einem offiziellen Statement erklärte die Uefa: „Keine Nationalmannschaften aus der Uefa werden an irgendeinem Fifa-Wettbewerb teilnehmen, solange diese Vorschläge weiterbestehen.“ Besonders betroffen wäre die Frauen-Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien sowie die U-20-WM der Frauen in Polen, die am 5. September 2026 beginnt.
Die Fifa plant, durch den potenziellen Verkauf von Teilen ihrer kommerziellen Rechte an Investoren, erhebliche Einnahmen zu generieren. Doch die Uefa macht deutlich, dass die WM ohne die europäische Beteiligung, insbesondere von Weltmeistern wie Spanien, England, Frankreich und Deutschland, ihren sportlichen Wert verlieren würde.
Die Uefa und ihre Mitgliedsverbände lehnen den Vorschlag der Fifa, Eigentumsanteile an der WM und anderen Wettbewerben zu verkaufen, einstimmig ab. Es wird betont, dass die WM nicht als „Anlageprodukt behandelt werden“ darf und dass die Fifa verbindliche Zusicherungen geben müsse, um private Eigentümer auszuschließen.
Infantino reagierte auf den Widerstand mit einem klarstellenden Video, in dem er betonte: „Es ist ein Vorschlag, ein Angebot, Teil eines demokratischen Beratungsprozesses.“ Die Fifa hofft, bis zum 19. September die Zustimmung der 211 Mitgliedsstaaten zu erhalten, wobei bereits 20 Millionen US-Dollar für die Zustimmung in Aussicht gestellt werden. Die Reaktionen auf die Pläne sind jedoch überwiegend negativ, vor allem in Europa, wo auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf die Idee als „fatal“ bezeichnete.
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