WichtigMedien: UEFA diskutiert möglichen WM-Boykott

UEFA plant Dringlichkeitssitzung zu möglichen WM-Boykott und FIFA-Investorenplan

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Der Weltverband FIFA und sein umstrittener WM-Investorenplan sorgen für anhaltende Diskussionen im internationalen Fußball. Laut übereinstimmenden Medienberichten plant die Europäische Fußball-Union (UEFA) noch in dieser Woche eine Dringlichkeitssitzung, um über ihre Reaktion auf die Pläne der FIFA zu beraten.

In Berichten der Times, des Telegraph und der Financial Times wird erwähnt, dass FIFA-Präsident Gianni Infantino Anteile an der Fußball-Weltmeisterschaft an private Investoren abtreten möchte. Dies soll über eine neu gegründete Tochterfirma namens FIFA Forward Enterprise (FFE) geschehen. Die FIFA hat diese Pläne in einer Mitteilung weitgehend bestätigt.

Die UEFA hat bereits in einer ersten Stellungnahme scharfe Kritik geübt. Sie erklärte, dass mit diesem Vorhaben eine Grenze überschritten werde, "die die führenden Institutionen des Fußballs niemals überschreiten dürfen". Die UEFA betonte, dass die Seele und die Führung des Fußballs keine Vermögenswerte sind, die verkauft werden dürfen, insbesondere wenn unklar bleibt, wer finanziell davon profitiert.

Laut der FIFA soll das wirtschaftliche Potenzial der Übertragungsrechte und Sponsoringverträge über das gesamte Turnierportfolio im Männer-, Frauen- und Jugendfußball ausgeschöpft werden. Geplant ist, dass sorgfältig ausgewählte Investoren "Minderheitsbeteiligungen ohne Kontrollrechte an der FFE" erwerben können. Die Unternehmensbewertung liegt bei 20 Milliarden US-Dollar, wobei bis zu 4,2 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr aufgebracht werden sollen. Bis zu 20 Prozent der Anteile sollen verkauft werden.

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