
Uli Hoeneß kritisiert Gianni Infantino scharf: „Das ist nicht mehr mein Sport“
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Uli Hoeneß hat im exklusiven RTL/Sky-Interview klare Worte gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino gefunden. Besonders die Vorgänge rund um die WM und die Aufhebung der Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun bringen den Bayern-Ehrenpräsidenten in Rage.
Hoeneß bezeichnet den Fall Balogun als Tiefpunkt in Infantinos Amtszeit. Die Rotsperre des US-Nationalspielers wurde nach einem Telefonat zwischen Infantino und US-Präsident Donald Trump aufgehoben. „Wenn man einen Mann wie Donald Trump entscheiden oder beeinflussen lässt, ob ein Spieler gesperrt wird oder nicht, ist das der Anfang vom Ende, vom Wettbewerb“, erklärte Hoeneß. Für ihn widerspricht eine solche Einflussnahme dem Grundgedanken des Sports. „Wenn wir so etwas akzeptieren, dann ist es nicht mehr mein Sport. Das ist für mich ein Ding der Unmöglichkeit gewesen“, so der 74-Jährige.
Zusätzlich äußerte Hoeneß Bedenken bezüglich Infantinos WM-Pläne. Er kritisierte die Expansionspläne der FIFA, insbesondere die bereits problematische WM mit 48 Mannschaften und eine mögliche Aufstockung auf 64 Teams. „Wir haben unsere Spieler jetzt schon sechs Wochen zur Verfügung gestellt und dann wird das vielleicht noch länger. Das ist unglaublich“, sagte der Bayern-Patron.
Obwohl er dafür ist, kleinere Fußballverbände stärker einzubinden, betont er, dass eine Weltmeisterschaft ein Elite-Turnier bleiben müsse, um den sportlichen Wert vor kommerziellen Interessen zu bewahren.
Für Infantinos politische Zukunft sieht Hoeneß ebenfalls Schwierigkeiten. Der FIFA-Präsident plant, im Frühjahr 2027 für eine weitere Amtszeit zu kandidieren. Hoeneß riet ihm, auf die UEFA zuzugehen, um eine Lösung zu suchen, andernfalls werde es für Infantino „sehr eng“, falls es überhaupt zu einer Kandidatur komme.
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