
Doping und Spektakel: Die umstrittenen Enhanced Games in Las Vegas
KI-Zusammenfassung
In Las Vegas versammeln sich insgesamt 42 Athletinnen und Athleten aus den Sportarten Leichtathletik, Schwimmen und Gewichtheben zu den Enhanced Games. Die Veranstaltung, die in einem Hotel- und Casino-Komplex stattfindet, hat 2500 Gäste geladen und wird auf mehreren Online-Plattformen übertragen.
Ursprünglich als Mehrtages-Event mit mehr Teilnehmern geplant, stellte die Akquise der Sportler eine Herausforderung dar. Unter den Athleten befinden sich auch zwei Deutsche: Marius Kusch, ehemaliger Kurzbahn-Europameister, und der Sprinter Michael Bryan. 13 Athleten, die in Las Vegas antreten, haben bereits Erfahrung bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris. Dazu zählen Olympiasieger Hunter Armstrong und der britische Medaillengewinner Ben Proud.
Die Veranstaltung lockt mit hohen Gagen und Preisgeldern von bis zu einer Million Dollar für Weltrekorde im 100 m Sprint und 50 m Freistilschwimmen. Die Sieger in jeder Disziplin erhalten 250.000 Dollar. Für die Wettkämpfe kommen unter medizinischer Aufsicht verschiedene Dopingsubstanzen wie Testosteron, Anabolika und EPO zum Einsatz.
Die Veranstalter vertreiben zudem selbst Dopingsubstanzen über einen eigenen Online-Shop, was ihre Unabhängigkeit von Ticketverkäufen erhöht. Zu den Investoren gehören bekannte Persönlichkeiten wie Peter Thiel, Christian Angermayer und Donald Trump Jr..
Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA kritisiert die Enhanced Games als „gefährlich und unverantwortlich“. Der Deutsche Olympische Sportbund betont, dass die Veranstaltung den Werten des fairen Sports entgegenstehe. Zudem reichten die Veranstalter eine Kartellklage gegen die WADA ein, die jedoch abgewiesen wurde.
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