
DFB lehnt Toleranzbereich bei Abseitserkennung entschieden ab
KI-Zusammenfassung
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und seine Schiedsrichter haben sich klar gegen einen Toleranzbereich bei der halbautomatischen Abseitserkennung ausgesprochen. Jochen Drees, Leiter Innovation und Technologie der Schiedsrichter beim DFB, äußerte sich im "Spiegel": "Eine Toleranz führt nur zu einer Verschiebung der Diskussion."
Drees fügte hinzu:
Wenn wir eine Toleranz von zehn Zentimetern einführen würden, wird es unserer Meinung nach kein größeres Gerechtigkeitsgefühl geben. Zudem ist eine Toleranz regeltechnisch eigentlich nicht statthaft, weil es sich um eine binäre Entscheidung handelt.
Die Technik, bekannt als SAOT (Semi-Automated Offside Technology), soll den Schiedsrichtern auf dem Feld die Arbeit erleichtern, indem sie bei der beschleunigten Überprüfung potenzieller Abseitsstellungen unterstützt. In jedem Stadion der Bundesliga und 2. Bundesliga erfassen zwölf Spezialkameras die Bewegungen aller Spieler sowie des Balls in Echtzeit.
Dabei werden pro Spieler 21 definierte Körperpunkte sowie die Position des Balls erfasst und verarbeitet. Drees sieht jedoch "keine neuen Erkenntnisse" in der laufenden Debatte. Drei Prüf-Experten fordern den DFB und die Deutsche Fußball Liga (DFL) dazu auf, die Technik auszusetzen, da es zu Ungenauigkeiten bei der Messung kommen könne, die bislang nicht berücksichtigt wurden. Trotz dieser Kritik wollen die Verbände an der Technologie festhalten.
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