Schwimm-Europameisterschaften in Paris: Zurück in die Seine – mit Durchfall-Medikamenten

Freiwasser-EM in Paris: Schwimmer kämpfen gegen Wasserqualität und gesundheitliche Bedenken

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Am kommenden Dienstag beginnen die Freiwasser-Wettbewerbe der Schwimm-Europameisterschaften in Paris, wo die berühmte Seine im Mittelpunkt steht. Die Athleten werden zwischen Bras de Grenelle und Port Debilly nahe dem Eiffelturm schwimmen und auch High-Diving-Athleten werden vom Gerüst in den Fluss springen.

Diese Wettkämpfe sind eine Generalprobe für die Olympischen Sommerspiele 2024, bei denen die Wasserqualität der Seine bereits ein großes Thema war. Florian Wellbrock und andere Freiwasserschwimmer hatten nach den Rennen gesundheitliche Probleme, verursacht durch E. coli-Bakterien und andere Krankheitserreger. Trotz der Bedenken fanden die Wettbewerbe statt, um positive Bilder von der Seine zu verbreiten.

Aktuell regt sich erneut Widerstand, da Athleten und Trainer beim europäischen Schwimmverband European Aquatics (EA) ihre Bedenken zur Wasserqualität geäußert haben. In einem Treffen mit Kristof Rasovszky, EA-Präsident António Silva und Sportdirektor Apostolos Tsagkarakis wurden Maßnahmen beschlossen:

  • Strikte Einhaltung des Gesundheits- und Sicherheitsprotokolls
  • Möglichkeit zur unabhängigen Prüfung der Wasserqualität durch Athleten
  • Erstattung medizinischer Kosten bei Erkrankungen nach Wettkämpfen

Isabel Gose, die deutsche Freiwasser-Weltmeisterin, äußerte ihre Sorgen: „Wir wurden noch mal geimpft gegen sämtliche Krankheiten, die man sich dort einfangen könnte.“

Die Seine, die historisch mit großen Ereignissen verbunden ist, wurde mit mehr als einer Milliarde Euro gereinigt. Allerdings bleibt die Unsicherheit bezüglich der Bakterien im Wasser bestehen.

Die deutschen Athleten, darunter Oliver Klemet, der Silbermedaille bei den letzten Olympischen Spielen gewann, sind optimistisch, jedoch auch besorgt. Leonie Beck und andere Athleten hatten mit Magen-Darm-Problemen zu kämpfen, was ihre Teilnahme beeinträchtigte.

Bundestrainer Bernd Berkhahn gab jedoch Entwarnung hinsichtlich der aktuellen Bedingungen in der Seine:

Die Bedingungen hier sind komplett andere als die, die wir 2024 vorgefunden haben.

Insgesamt bleibt die Gesundheit der Athleten ein zentrales Thema, während die Meteorologen für die Wettkampfwoche heißes Wetter prognostizieren.

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