
Deutsche Para-Leichtathleten suchen nach Alternativen nach EM-Absage
KI-Zusammenfassung
Die deutschen Para-Leichtathleten fliegen im November außerplanmäßig auf die Kanaren. Ursprünglich war die Gruppenreise nicht im Terminkalender vorgesehen, doch die späte Streichung der Europameisterschaft erforderte eine schnelle Reaktion von Bundestrainerin Marion Peters. Sie betont: „Wir müssen positiv bleiben, das ist unser Job.“
Die Absage vor knapp drei Wochen führte zu einem Verlust an Planungssicherheit für die Athleten, was Sprinter und Weitspringer Leon Schäfer als „Desaster“ bezeichnete. Auch Athletensprecher Niko Kappel äußerte scharfe Kritik an den internationalen Verbänden: „Der Präsident hat in Paris die paralympische Revolution ausgerufen. Aber sie selbst kriegen es nicht auf die Kette.“
In Reaktion auf die Entrüstung schufen Meetingveranstalter in Deutschland zusätzliche Wettbewerbe für Para-Athleten, um die Sichtbarkeit zu erhöhen. So wurden bei den Halleschen Werfertagen und dem Istaf in Berlin neue Formate integriert.
Die Absage der EM hat emotionale Folgen, besonders für jüngere Athleten, die nun ohne jährlichen „Zielwettkampf“ dastehen. Peters warnt vor einem möglichen Motivationsverlust: „Jeder Sportler will performen.“
Die Organisation von Para-Leichtathletikveranstaltungen erfordert jedoch einen langen Vorlauf, und die politische Situation rund um die Russland-Suspendierung hat die Bewerbersituation nicht verbessert.
Für den Deutschen Behindertensportbund bedeutet die Absage der EM einen weiteren Rückschlag, da internationale Wettkämpfe entscheidend für die Nachwuchsentwicklung sind. Peters sieht auch die Klassifizierung der Athleten gefährdet, da Wettkämpfe zur Beobachtung und Einstufung notwendig sind.
Zukünftige Wettbewerbe für das Team sind der Grand Prix in Nottwil sowie nationale Meisterschaften in Dresden und Leverkusen. Peters blickt optimistisch nach vorne: „Wir schauen jetzt nach vorn.“
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