Nationalmannschaft | Ginter tritt gegen Nagelsmann nach - "Mit das Bitterste in meiner Karriere"

Matthias Ginter über schmerzhafte WM-Nominierung und verlorenes Europa-League-Finale

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Matthias Ginter, der Innenverteidiger des SC Freiburg, blickt auf eine der bittersten Phasen seiner Karriere zurück. Am 20. Mai 2026 verlor er mit seinem Team das Europa-League-Finale gegen Aston Villa mit 0:3. Nur zwölf Stunden später erhielt er die Nachricht, dass er nicht für das deutsche WM-Aufgebot nominiert wurde, obwohl er in den Monaten zuvor zu den besten deutschen Abwehrspielern gehörte.

In einem Interview mit dem "kicker" äußerte Ginter seine Enttäuschung: "Es war mit das Bitterste in meiner Karriere, schlimme Stunden und ein Doppelschlag am Ende einer eigentlich sehr besonderen Saison."

Besonders ärgerte ihn die Art und Weise, wie die Nominierung ablief. Ginter deutete auf Kommunikationsprobleme mit dem Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann hin und kritisierte:

Der Zeitpunkt war eigentlich anders geplant, gerade auch mit den ganzen vorher veröffentlichten Leaks, aber ich wurde erst am Donnerstag, dem Tag der Nominierung, informiert.

Er schilderte, dass er sein WM-Aus zunächst nicht richtig realisierte. "Erst mit dem Eröffnungsspiel der WM ist es mir dann so richtig bewusst geworden - und weil es ein Paket war, kam dann auch die Enttäuschung über das verlorene Finale wieder."

Trotz seiner Hoffnungen auf eine Nominierung war Ginter, der bereits an den WM-Endrunden 2014, 2018 und 2022 teilnahm, klar, dass er nicht "vom einen auf den anderen Tag" aus der Nationalmannschaft geflogen war. Die Kombination aus dem verlorenen Finale und dem WM-Aus traf ihn jedoch hart: "Ich habe schon Enttäuschungen in meiner Karriere erlebt, aber nicht in diesem Paket binnen zwölf Stunden."

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