Matthias Sammer rechnet mit Nationalmannschaft und DFB ab: "Gibt Anlass, Hilflosigkeit neu zu definieren"

Matthias Sammer kritisiert DFB und Nationalmannschaft nach WM-Aus deutlich

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Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft steht auch Wochen nach dem frühen Ausscheiden bei der Fußball-WM 2026 unter massiver Kritik. Matthias Sammer, BVB-Berater und Europameister 1996, macht das Versagen im Verband für das Scheitern verantwortlich und kritisiert das Fehlen eines Leistungsprinzips.

Sammer äußerte sich in der "Zeit" über seine Erwartungen vor dem Turnier: „Ich war damals überzeugt, dass wir so akribisch vorbereitet sind, dass jeder Spieler seine Höchstleistung bringen kann.“ Diese Hoffnungen erfüllten sich jedoch nicht. Er betonte die Notwendigkeit einer Leistungsdiagnostik, um die körperliche Verfassung der Spieler zu überprüfen.

Der gebürtige Dresdner stellte fest, dass das Leistungsprinzip in der Nationalmannschaft stark gelitten habe: „Man hätte feststellen können, ob die Spieler in bester körperlicher Verfassung starten. Leistung lässt sich organisieren. Aber um Leistung ging es bei diesem Turnier wie schon die Jahre zuvor überhaupt nicht mehr. Es ging um Wohlfühlen.“

Sammer verglich die Mannschaft mit der Gesellschaft und erklärte: „Manchmal gibt es mehr Schein als Sein. Das anzusprechen, glaube ich, hat nicht stattgefunden.“ Er kritisierte, dass im DFB-Unterbau Leistung kaum noch eine Rolle spiele und auch Ergebnisse nicht mehr wichtig seien.

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