
Bäderallianz fordert sofortige Maßnahmen gegen marode Schwimmbäder in Deutschland
KI-Zusammenfassung
Das vergangene Pfingst-Wochenende brachte nicht nur sommerliche Temperaturen, sondern auch tragische Nachrichten: Sechs Bade-Tote, darunter vier Kinder. Vor diesem Hintergrund startet die Bäderallianz eine Kampagne mit dem Ziel, den Druck auf die Politik zu erhöhen. Unter dem Motto "Retten wir die Bäder!" sollen die Vorteile der Schwimmbäder als wichtige Begegnungsstätten und Ausbildungsorte für Lebensretter hervorgehoben werden.
Christian Kuhn, Vorsitzender der Bäderallianz, betont:
Es geht darum, den Druck auf die Politik deutlich zu erhöhen
Der geschätzte Sanierungsbedarf beträgt zwischen 10 und 20 Milliarden Euro. Die Bäderallianz kritisiert, dass die von der Bundesregierung bereitgestellten Fördermittel unzureichend sind. Kuhn fordert eine Milliarde Euro jährlich für die kommenden zwölf Jahre, um die Bäder zu erhalten.
In vielen Kommunen, wie in Neuenburg, können die Hallenbäder nicht mehr finanziert werden. Bürgermeister Jens Fondy-Langela berichtet von einem jährlichen Defizit von rund 10 Millionen Euro, was die Schließung des Hallenbades gefährdet. Zudem fehlen oft die nötigen Fachkräfte: Rund 3.000 Fachangestellte für Bäderbetriebe wurden verloren.
Die Situation hat auch Auswirkungen auf die Schwimmfähigkeiten von Kindern: 60 Prozent aller Kinder unter zehn Jahren sind keine sicheren Schwimmer. Die Bäderallianz und die DLRG warnen vor der Entwicklung Deutschlands zum Land der Nichtschwimmer. "Kinder, die schwimmen lernen müssen, stehen teilweise drei Jahre auf einer Warteliste", so Michaela Röhrbein, Direktorin des DOSB.
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