LIV Golf: Die größte Blase im Weltsport ist geplatzt

Das Ende einer Ära: LIV Golf und das Verschwinden des Exzesses

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Die LIV Golf Tour, bekannt für ihre laute Musik und extravaganten Veranstaltungen, erlebte am Sonntagabend in Indianapolis ihr vorerst letztes Event. Mit dem Motto „Golf, but louder“ wollte das Golf-Start-up eine schlafende Sportart aufwecken, unterstützt durch massive finanzielle Mittel aus Saudi-Arabien. Spieler, oft bereits im Karriere-Endspurt, wurden mit Millionenbeträgen für einen Wechsel zur LIV Tour gelockt.

Die letzte Veranstaltung fand auf einem unspektakulären Golfplatz statt, während die Tour seit dem 15. April vor einer finanziellen Krise steht. Der saudi-arabische Staatsfonds PIF stoppte die Finanzierung, was die Neuausrichtung der Tour nötig machte. Berichten zufolge schuldet LIV Golf mehreren Dienstleistern große Summen, und ein kanadischer Datendienstleister verklagte die Tour auf 1,1 Millionen US-Dollar.

Ein prominentes Beispiel ist Jon Rahm, der für seinen Wechsel zur LIV Tour kolportierte 450 Millionen US-Dollar Handgeld erhielt, aber weiterhin auf 150 Millionen US-Dollar aussteht. Experten vermuten, dass die Tour auf eine Art Abwicklungsstrategie hinarbeitet. Scott O’Neil, der neue Manager, versucht, alternative Finanzierungsquellen zu finden, während die Tour weiterhin große Verluste verzeichnet.

Die PGA Tour reagierte auf die Konkurrenz und erhöhte die Preisgelder erheblich, was die Spieler weiterhin anzieht. Rory McIlroy äußerte, dass die PGA Tour vor LIV Golf besser war, und viele hoffen auf eine Rückkehr zur Normalität. Ob die Stille in Indianapolis den Weg zu einer solchen Normalität ebnen kann, bleibt ungewiss.

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