
Sensationeller Silberplatz für Ulbricht bei der Leichtathletik-EM
KI-Zusammenfassung
Speerwerferin Ulbricht vom 1. LAV Rostock sorgte am Sonntag für eine Überraschung bei der Leichtathletik-EM. Mit ihrem ersten Wurf erzielte sie 61,53 Meter und verfehlte ihre persönliche Bestleistung nur um fünf Zentimeter. Dies reichte für den Silberplatz, während die Rio-Olympiasiegerin Sara Kolak aus Kroatien mit 62,43 Metern den Titel gewann.
Ulbricht, die in den letzten Jahren mit großen Herausforderungen konfrontiert war, feierte ihren Erfolg mit Tränen des Glücks. "Ich wollte schon immer eine Medaille auf der internationalen Bühne. Ich kann es nicht fassen und bin einfach nur happy", äußerte sie in der Sportschau. Ihre Geschichte wird noch beeindruckender, da sie im vergangenen Jahr aus dem Bundeskader gestrichen wurde und keine Sportförderung mehr erhielt. Um ihre Miete zu zahlen, nahm sie sogar einen Mini-Job an.
In einem emotionalen Rückblick erklärte sie:
Ehrlich gesagt waren die letzten Jahre sehr schwierig für mich. Ich war zwischenzeitlich schon an dem Punkt zu überlegen, ob ich aufgebe und nicht mehr weitermache. Aber mein Traum ist immer noch, dass ich es mal zu Olympia schaffe.
Hinter Ulbricht sicherte sich Adriana Vilagos aus Serbien mit 60,93 Metern die Bronzemedaille. Luisa Tremel aus München belegte den zwölften Platz mit 53,19 Metern. Eine große Überraschung war der vierte Platz für die Topfavoritin Sigrid Borge aus Norwegen.
Nach acht Jahren konnte wieder eine deutsche Speerwerferin eine Medaille bei einem internationalen Großereignis gewinnen, die letzte war Christin Hussong mit EM-Gold 2018 in Berlin. Ulbricht galt vor der EM als Außenseiterin, doch ihre Leistungen in der Qualifikation und im Finale machten deutlich, dass sie in den Medaillenkampf eingreifen kann.
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