Jonas Vingegaard beim Giro d'Italia: Erst Rosa, dann Gelb

Jonas Vingegaard startet beim Giro d'Italia: Auf der Suche nach neuer Motivation

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Jonas Vingegaard, der dänische Radprofi, beginnt seine Teilnahme am Giro d'Italia in Nessebar, Bulgarien. Der 29-Jährige, der zuvor in einer Fischfabrik arbeitete, nutzt das Rennen nicht nur als sportliche Herausforderung, sondern auch als persönliche Auszeit von seinem gewohnten Umfeld.

Der Giro d'Italia ist bekannt für seine Tradition, im Ausland zu starten. Vingegaard wird das rosa Trikot tragen, das für den Gesamtführenden steht. Seine Tochter Frida fand die Idee, dass ihr Vater in Rosa fährt, „großartig“. Nach einer weniger erfolgreichen Tour de France, bei der er hinter Tadej Pogacar den zweiten Platz belegte, möchte Vingegaard nun beim Giro glänzen.

In den letzten Jahren gewann der Däne nahezu alles im Radsport, darunter zwei Tour-de-France-Titel und die Vuelta. Er beschreibt seine Teilnahme am Giro als einen „Ausbruch aus dem selbstgebauten Regelwerk“ und betont, dass er eine Veränderung brauchte.

Vingegaard trainierte in der letzten Zeit auf unkonventionelle Weise und verzichtete auf strenge Trainingslager. Seine Frau, Trine Marie Vingegaard Hansen, beschreibt seine Rückkehr zu einem einfacheren Training als eine Möglichkeit, seine Batterien aufzuladen.

Die Konkurrenz beim Giro ist stark, mit Fahrern wie Felix Gall und Egan Bernal, die ebenfalls auf den Gesamtsieg hoffen. Pascal Ackermann, der als erster Deutscher das violette Trikot gewann, ist ein potenzieller Kandidat für Etappensiege, während die Gesamtsiegchancen für deutsche Fahrer begrenzt sind. Vingegaard bleibt jedoch fokussiert und spricht mit Bedacht über seine Zukunft im Radsport: „Ich glaube, ich habe noch einige gute Jahre. Vielleicht auch nicht.“

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