Hockey-WM Hockey-WM: Lucina von der Heyde - die Argentinierin im Deutschland-Trikot

Lucina von der Heyde: Die Argentinierin, die für Deutschland bei der Hockey-WM spielt

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Stand: 16.08.2026 • 12:49 Uhr

Die deutschen Hockey-Frauen stehen nach ihrem Auftaktsieg bei der Weltmeisterschaft in Belgien und den Niederlanden vor einer großen Herausforderung: Im nächsten Spiel treffen sie auf Argentinien, den stärksten Gegner in der Gruppe. Für Lucina von der Heyde, eine neue Spielerin im Team der "Danas", wird dies eine ganz besondere Begegnung.

Bei ihrer letzten WM-Teilnahme vor acht Jahren trug sie das Trikot der "Las Leonas", der argentinischen Hockey-Frauen. Nun läuft sie im weißen Jersey mit dem deutschen Adler auf der Brust auf. "Es war etwas merkwürdig, als ich das erste Mal die deutsche Nationalhymne gehört habe. Mittlerweile fühle ich mich aber als eine von ihnen. Ich fühle mich jetzt deutsch – ich bin eine Kartoffel", erklärt sie.

Lucina von der Heyde spielt seit März für Deutschland. Der Weltverband FIH erlaubt Nationenwechsel, wenn zwischen dem letzten Einsatz für die alte und dem ersten für die neue Nation mindestens drei Jahre liegen. DHB-Präsident Martin Schultze äußert sich positiv zu ihrem Wechsel:

Wenn die Sprache gesprochen wird und alles andere passt, ist das in der heutigen Zeit ein ganz normaler Schritt.

Ein Teil von Von der Heydes Familie stammt aus Deutschland. Sie spielt seit sieben Jahren für den Mannheimer HC in der Bundesliga. Da sie im argentinischen Kader für die Olympischen Spiele in Paris nicht berücksichtigt wurde, entschied sie sich, für Deutschland zu spielen, um weiterhin international aktiv zu sein.

Die Kapitänin der "Danas", Linnea Weidemann, hebt hervor, dass Von der Heyde von Anfang an herzlich aufgenommen wurde: "Ich kenne sie gut aus der Bundesliga und wusste, welche Qualitäten sie mitbringt."

Von der Heyde ist eine Bereicherung für das junge deutsche Team. Sie glänzt durch ihr Spielverständnis und stabilisiert das Team in der Defensive und Offensive. Am Montag um 17 Uhr kommt es zum Aufeinandertreffen mit Argentinien. "Ich bin schon etwas nervös, weil ich nicht weiß, wie die Spielerinnen sich mir gegenüber verhalten werden", sagt sie. Dennoch ist ihr Ziel klar: "Ich werde versuchen, alles zu geben für mein Land, für mein Team."

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