Fis-Präsidentenwahl: Ein Vorwurf und seine Folgen

Nach der Abwahl von Johan Eliasch: Spannungen zwischen FIS und IOC nehmen zu

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Johan Eliasch trat nach seiner Abwahl als Präsident des Ski- und Snowboard-Weltverbands (FIS) nicht sofort zurück. Im Sava Congress Centar in Belgrad moderierte er weiterhin die Sitzung des 57. FIS-Kongresses, obwohl er nur mit einer Stimme Unterschied abgewählt wurde. Eliasch betonte, dass seine Amtszeit offiziell bis Mitternacht dauere und präsentierte die FIS als aufblühenden Verband, was von vielen Delegierten als unangebracht empfunden wurde.

Die Abwahl Eliaschs wurde durch eine Allianz mehrerer Nationalverbände herbeigeführt, die seine Amtsführung kritisierten. Stefan Schwarzbach, Vorstand des Deutschen Skiverbands (DSV), sagte: „Es waren Jahre des Stillstands, in manchen Bereichen sogar des Rückschritts.“

Eliasch erhob nach seiner Abwahl den Vorwurf, das Internationale Olympische Komitee (IOC) habe versucht, die Wahl zu beeinflussen. Peter Barandun, Präsident des Schweizer Skiverbands, äußerte, dass Eliasch sich selbst zuzuschreiben habe, dass er im IOC nicht gut angesehen sei.

Die Situation eskalierte, als Eliasch behauptete, das IOC habe auch eine frühere Wahl beeinflusst, was zu seiner Beschwerde bei der IOC-Ethischen Kommission führte. Diese Beschwerde wurde abgelehnt, und das IOC leitete eine Untersuchung gegen Eliasch ein.

Mit der Wahl von Alexander Ospelt als Eliaschs Nachfolger hoffen viele auf eine Einigung innerhalb der FIS. Ospelt bringt Erfahrung aus dem Verbandswesen mit und soll die finanziellen Probleme der FIS angehen. Am Freitagmorgen, nach Eliaschs Abgang, verschwand dessen Profil von der IOC-Website, was die Spannungen zwischen der FIS und dem IOC verdeutlicht.

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