Fabian Staudenmann lebt vom Schwingen – über seinen Lohn schweigt er

Fabian Staudenmann bekennt sich zum Profi-Schwingen und spricht über seine Karriere

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Samuel Gigers' (28) Entscheidung, sich als Profi im Schwingsport zu outen, sorgte für Aufsehen in der traditionellen Schwingszene. Fabian Staudenmann (26) aus Bern, ein weiterer Schwinger, der unter professionellen Bedingungen trainiert, äußerte sich in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung zu seinem Werdegang.

Staudenmann erklärte: „Ich habe im letzten Jahr auch nichts anderes gemacht, als zu schwingen. Ich habe nur nichts gesagt, weil ich das Medientamtam nicht wollte.“ Der fünffache Kranzfestsieger dieser Saison sieht sich seit mehreren Jahren als Profi. „Wann ist jemand ein Profi? Aus meiner Sicht ist das der Fall, wenn ein Schwinger seine Woche rund um den Sport plant und nicht den Sport um den Rest. Wenn wir nach dieser Definition gehen, bin ich seit drei oder vier Jahren Profi.“

Trotz seiner professionellen Herangehensweise bleibt Staudenmann auch als Student aktiv. Er begann mit einem Mathematikstudium an der Universität Bern, wechselte jedoch aufgrund des zeitlichen Aufwands für das Schwingen zu Volkswirtschaft. Er schafft pro Semester etwa das halbe Pensum eines regulären Studenten und betont: „Das Fach gefällt mir aber sehr, und es öffnet mir in Zukunft viele Türen.“

Auf die Frage nach seinem Verdienst als Schwinger blieb Staudenmann vage: „Ich wäre der erste Schwinger, der das offenlegen würde. Ich sag es mal so: Die Uni Bern zahlt den Studenten einen sehr schlechten Lohn. Daher finanziere ich mich durch den Sport.“ Sein Sport bleibt bis zum Abschluss seines Studiums die primäre Einnahmequelle.

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