Ärger um Polizeimaßnahmen gegen Bayern-Fans vor Champions-League-Spiel in Paris

Die französische Polizei hat Maßnahmen ergriffen, die dazu führen, dass zahlreiche Bayern-Fans erst um 5 Uhr morgens nach dem Champions-League-Spiel gegen Paris Saint-Germain zurückreisen können. Ein gemeinsamer Einspruch des FC Bayern, des europäischen Fanbündnisses Football Supporters Europe (FSE) und der französischen Fan-Vereinigung Association Nationale des Supporters wurde vom Verwaltungsgericht Paris zurückgewiesen. Die Polizei befürchtete, bis zu 150 "Risikofans" könnte es geben und verwies auf frühere Auseinandersetzungen aus den Jahren 2017 und 2024. Die Polizeipräfektur verfügte, dass alle 15 Fan-Busse der Bayern an einer Autobahn-Mautstelle außerhalb von Paris versammeln mussten. Von dort durften sie erst um 17 Uhr unter Polizeigeleit zum Parc des Princes aufbrechen. Auch die bereits in Paris angekommenen Busse mussten diese Anordnung befolgen. Der FC Bayern kritisierte die unzureichenden sanitären Anlagen und die fehlenden Verpflegungsmöglichkeiten an der Mautstelle. Jan-Christian Dreesen, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern, bezeichnete die Maßnahme als "beispiellos" und einen "Schlag ins Gesicht unserer Fans". Das FSE äußerte ebenfalls scharfe Kritik und bezeichnete die Organisation des Spiels als "Farce". Sie bemängelten die Behandlung der Gästefans und warnten vor einem besorgniserregenden Trend im Umgang mit Fußballanhängern. Die späte Anreise der Busse führt zudem zu einer Verschiebung der Lenkzeiten der Fahrer, was bedeutet, dass die Rückfahrt erst mehrere Stunden nach dem Spiel möglich sei, was für viele Fans unzumutbare Konsequenzen hat.
Source: Sportschau - 2025-11-04