WichtigDressur-Team Deutschland gewinnt Gold bei WM in Aachen

Deutschland feiert Dressur-Gold bei WM in Aachen nach 20 Jahren

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Isabell Werth zeigte die Siegerfaust und winkte eifrig in Richtung des Aachener Publikums, während sie ihre Wendy lobte. Die Rekord-Olympiasiegerin musste auf das Endergebnis nicht mehr warten: Mit 235,063 Prozentpunkten feierte die deutsche Dressur-Equipe einen klaren Sieg bei den Weltmeisterschaften, die nach 20 Jahren wieder in Aachen stattfanden. Großbritannien folgte mit 231,445 Punkten und Dänemark mit 229,426 Punkten.

Vor vier Jahren in Herning war die Reihenfolge noch genau umgekehrt. Werth, die als Schlussreiterin mit 79,876 Prozent tanzte, hatte zwar einige Wackler, doch die Spannung um den Titel Nummer 13 war nicht mehr gegeben. Mit dem Gold von Paris und dem EM-Triumph im Vorjahr vereint die deutsche Equipe nun die drei größten Titel des Sports. „Da braucht man jetzt heute kein Mathe-Genie für sein,“ bemerkte WM-Debütantin Katharina Hemmer vor dem Finale.

Hemmer hatte mit ihrem Pferd Denoix bereits am Mittag die Vorentscheidung eingeleitet und als sie mit ihrem Ritt auf die letzte Mittellinie zuschwebte, wurde das Raunen im Publikum lauter. Nach ihrem Gruß an die Richter stieß sie die Faust in den Himmel, was das Publikum in Ekstase versetzte.

Den ersten Teil des überragenden Mannschaftserfolgs hatten am Dienstag Frederic Wandres und WM-Neuling Raphael Netz geliefert. Wandres scherzte: „Der Stein, der mir vom Herzen gefallen ist, ist riesengroß und liegt jetzt irgendwo bei B.“ Nach dem emotionalen Sieg feierten die vier Reiter gemeinsam. Werth, die vor 20 Jahren mit Satchmo in der Soers Doppelgold gewann, konnte nun ihre Erinnerungen mit einer neuen Generation teilen. Am Freitag geht es im Spezial weiter.

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