Biathlon | Braisaz-Bouchet erhebt neue Vorwürfe nach Simon-Skandal

Neue Vorwürfe im Biathlon: Justine Braisaz-Bouchet kritisiert französischen Verband

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Im Skandal um Julia Simon erhebt Justine Braisaz-Bouchet in einem Interview mit "L'Équipe" neue Vorwürfe, diesmal gegen den französischen Biathlon-Verband. Die Olympiasiegerin äußerte, dass der Verband in der Angelegenheit versagt habe und dass die Justiz mit ihrem Urteil nichts geändert habe.

Braisaz-Bouchet, die sich über Jahre juristisch mit Simon auseinandergesetzt hatte, erklärte:

Ich war drei Jahre lang ruhig, habe nichts gesagt. Ich habe mir immer wieder eingeredet, dass die Wahrheit rauskommen würde.

Die 29-Jährige kritisierte die mangelnden Konsequenzen:

Normalerweise gibt es keine Handlungen ohne Konsequenzen. Man kann sich nicht rücksichtslos verhalten. Für mich ist das unmöglich.

Braisaz-Bouchet reflektierte über die Dynamik im Biathlon-Team und fühlte sich nicht wertgeschätzt:

Wir fokussieren uns immer auf die Beschuldigten, reden aber nie über die Opfer. Die Gesellschaft sollte anders funktionieren.

Aufgrund des zerrütteten Verhältnisses zum Team und Verband trainiert sie nicht mit der Mannschaft für die Saison 2026/27. "Ich konnte in einer dysfunktionalen Gruppe nicht mehr funktionieren. Ich habe mich für jeden verbogen und wollte unbedingt, dass es funktioniert. Aber es hat nicht funktioniert."

Trotz der Herausforderungen denkt Braisaz-Bouchet nicht ans Karriereende:

Das stand nie zur Debatte, denn dafür liebe ich es [den Biathlon-Sport] zu sehr.

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