Juventus sichert sich Openda für 50 Millionen trotz schwacher Torquote

Lois Openda wechselte vor der laufenden Saison auf Leihbasis von RB Leipzig zu Juventus Turin. Nach dem 1:0 bei Atalanta Bergamo, erzielt durch Jérémie Boga, greift eine automatische Kaufoption, die Opendas Wert auf 50 Millionen Euro anhebt. Dies geschieht nicht aufgrund seiner Leistungen, sondern durch eine vorher ausgehandelte Vertragsklausel. In der laufenden Saison erzielte Openda lediglich zwei Tore in 33 Spielen. Der Transfer verdeutlicht eine Problematik im modernen Fußball: Die Verbindung zwischen Leistung und Preis ist oft nicht mehr gegeben. RB Leipzig profitiert finanziell von diesem Transfer, da das Modell des Einkaufen, Aufbaus und Weiterverkaufs weiterhin funktioniert. Die Frage bleibt, was es über das Transfersystem aussagt, wenn der Preis eines Spielers nicht von seiner aktuellen Leistung abhängt. Automatische Kaufoptionen sind eher Wetten auf Wahrscheinlichkeiten als sportliche Bewertungen. Luciano Spalletti, Trainer von Juventus, glaubt an Openda, was jedoch nicht die Tatsache ändert, dass ein Stürmer mit nur zwei Toren in einer Saison keinen solchen Preis rechtfertigt. Für Leipzig ist dieser Fall ein Beispiel für das eigene Geschäftsmodell, das auf Weiterverkäufen basiert. Openda steht nicht allein da; er ist Teil eines Systems, in dem Spieler als Handelsware betrachtet werden. Juventus investiert, um in der Serie A sowie der Champions League zurück an die Spitze zu gelangen, bindet sich aber an einen Spieler, dessen Wert durch einen Algorithmus bestimmt wird. Dies ist eine Kritik an einem System, das den Wert eines Spielers oft nicht auf dem Platz, sondern in Vertragsklauseln festlegt.
Source: Fever Pit'ch - 2026-04-14