Zehn Jahre nach der Terrornacht: Dokus zeigen die Erlebnisse der Nationalmannschaft

Am 13. November 2015 erlebte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft unter der Leitung von Joachim Löw eine unvergessliche und traumatische Nacht im Stade de France. Während eines Freundschaftsspiels gegen Frankreich detonierten vor dem Stadion drei Selbstmordattentäter, was in der Stadt Paris zu einem verheerenden Terroranschlag führte, bei dem insgesamt 130 Menschen starben. Zehn Jahre später beleuchten zwei Dokumentationen von ARD und Sky die Erlebnisse der Spieler und Verantwortlichen. In der ARD-Doku äußert Bastian Schweinsteiger seine Besorgnis: „Was wäre passiert, wenn die ins Stadion gekommen wären und dort die Bomben losgelassen hätten?“ Die Explosionen ereigneten sich nach etwa 20 Minuten Spielzeit. Christoph Kramer beschreibt, dass er im Moment der zweiten Detonation dachte: „Was war das denn jetzt gerade? Aber du denkst nicht an einen Terroranschlag.“ Nach dem Abpfiff wurde den Spielern die Ernsthaftigkeit der Situation bewusst. Kevin Trapp beschreibt die Nacht in der Kabine als Gefühl, „im Krieg“ zu sein. Oliver Bierhoff erinnert sich an den kollektiven Wunsch der Mannschaft: „Raus hier!“ Die Mannschaft konnte Paris erst am nächsten Morgen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen verlassen. Ein geplantes Testspiel gegen die Niederlande in Hannover wurde schließlich abgesagt, als Hinweise auf einen Sprengstoffanschlag eintrafen, während sich das Team bereits im Bus befand.
Source: Fever Pit'ch - 2025-11-04