Schiedsrichter-Experte Kinhöfer fordert grundlegende Änderungen beim VAR

Schiedsrichter-Experte Kinhöfer fordert grundlegende Änderungen beim VAR

Der Einsatz des VAR bleibt im Profifußball umstritten. Während einige ihn als wertvolle Unterstützung ansehen, befürchten andere, dass er die Emotionalität des Spiels mindert. Die Diskussion über strittige Entscheidungen ist nach wie vor lebhaft, und viele kritisieren die Umsetzung des Systems. Ein zentrales Anliegen ist die Dauer der Überprüfungen. Oft wird der Schiedsrichter erst nach mehreren Minuten an den Monitor gerufen, was zu Frustration führt. Zudem wird die Regelung, dass der VAR im DFB-Pokal erst ab dem Achtelfinale eingesetzt wird, kritisiert, insbesondere nach umstrittenen Entscheidungen in der letzten Runde. Thorsten Kinhöfer, ehemaliger Bundesliga-Schiedsrichter, äußerte sich im Aktuellen Sportstudio des ZDF klar zu den nötigen Veränderungen: „Das Stadion ist mit Kameras ausgestattet, jeder am Bildschirm sieht die Fehler, nur der Schiedsrichter kann sie nicht korrigieren. Dass der DFB das ändert, ist ein MUSS!“ Er betont die Wichtigkeit des VAR, besonders in entscheidenden Spielen, und verweist auf das Beispiel des Topspiels zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund. Kinhöfer kritisierte auch die nicht registrierte Abseitsstellung von Luis Diaz im Spiel gegen den 1. FC Köln: „In Köln hat der Assistent einen Anfängerfehler gemacht. Er muss sich die Bilder eigentlich einprägen.“ Die Debatte über die VAR-Regeln bleibt also aktuell und zeigt, dass Handlungsbedarf besteht.

Source: 90PLUS - 2025-11-03