Unmut beim 1. FC Kaiserslautern über VAR: „Das hat mit Fußball nichts mehr zu tun“

Nach dem 1:1-Unentschieden bei Fortuna Düsseldorf ist der 1. FC Kaiserslautern in großer Aufregung über den Einsatz des Videoassistenten. Besonders die langwierige Überprüfung des vermeintlichen 2:0 durch Leon Robinson in der 58. Minute sorgte für Unmut. Fünf Minuten lang mussten die FCK-Spieler und Verantwortlichen bangen, ob Ivan Prtajin bei der Entstehung des Treffers im Abseits stand. Letztendlich wurde das Tor aberkannt. Thomas Hengen, Geschäftsführer des FCK, äußerte sich deutlich: „Es ist sicherlich bitter, wenn das vermeintliche 2:0 so lange auf Abseits geprüft wird. Dann ist es wirklich sehr, sehr, sehr, sehr knapp.“ Er kritisierte zudem die Technik: „Die Regel ‚im Zweifel für den Angreifer‘ gibt es nicht mehr. Aber es ist halt bitter, weil das Spiel dann zu war.“ Seine scharfe Kritik richtete sich auch an die Dauer der Entscheidungsfindung: „Das hat mit Fußball nichts mehr zu tun, wenn wir sechs, sieben Minuten gucken, bis eine Entscheidung kommt. Das muss im Keller viel schneller gehen. Ansonsten müssen sie ihn abschaffen.“ Torsten Lieberknecht, Trainer des FCK, teilte seine Verärgerung über die Verzögerungen mit: „Die lange Zeit, die die Überprüfung gedauert hat, war eine Katastrophe. Für uns, die wir gerade richtig drin waren, war das Gift.“ Er verwies auf technische Probleme aus der Vorwoche: „Letzte Woche gegen Nürnberg ist schon mal irgendwas ausgefallen, da mussten sie die Maschinen wieder hochfahren.“ Eine ähnliche Situation ereignete sich im Bundesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV (4:1), wo nach einer sechminütigen Überprüfung ein Tor von Fabio Vieria nicht gegeben wurde. Dies führte zu Kritik von den Hanseaten, weshalb Schiedsrichter Daniel Schlager sich erklären musste.
Source: Fussballdaten - 2025-11-03