Schiedsrichterentscheidungen im DFB-Pokal sorgen für hitzige Debatten über VAR

Schiedsrichterentscheidungen im DFB-Pokal sorgen für hitzige Debatten über VAR

In der zweiten Runde des DFB-Pokals sorgten umstrittene Schiedsrichterentscheidungen für Aufregung. Lukas Kwasniok, Trainer des 1. FC Köln, kritisierte die Schiedsrichterleistung nach dem 1:4 gegen den FC Bayern München und bezeichnete das nicht geahndete Abseits beim Tor von Luis Diaz als die offensichtlichste Fehlentscheidung. Die Diskussion um das Fehlen des Videobeweises (VAR) in den ersten Runden des Pokals nimmt Fahrt auf. Kwasniok stellte fest, dass die Schiedsrichter im Liga-Alltag oft durch den VAR unterstützt werden, während sie im Pokal ohne diese Hilfe auskommen müssen. Ron-Robert Zieler, Torwart von Köln, äußerte, dass die Schiedsrichter zwar nicht verlernt hätten, Entscheidungen zu treffen, es jedoch schwieriger sei, wenn sie nicht darauf „gepolt“ sind. Max Eberl, Sportvorstand des FC Bayern, sprach sich ebenfalls für den Einsatz des VAR ab der zweiten Runde aus, um die Gerechtigkeit im Spiel zu wahren. Er verwies auf ähnliche strittige Entscheidungen in anderen Spielen, wie dem Sieg von Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt. Jochen Drees, Leiter Innovation und Technologie, erklärte, dass die Schiedsrichter grundsätzlich offen für Veränderungen seien, aber die technischen und finanziellen Anforderungen für den VAR in den unteren Ligen eine Herausforderung darstellen. Der DFB betonte, dass alle Spiele unter gleichen Voraussetzungen stattfinden sollen, um Benachteiligungen zu vermeiden. Der VAR bleibt in der Bundesliga im Einsatz, während die Diskussionen um Tradition und Moderne im Fußball weitergehen.

Source: Fussballdaten - 2025-10-30