Julian Draxler erinnert sich an die Schrecken der Terroranschläge von 2015

Julian Draxler erinnert sich an die Schrecken der Terroranschläge von 2015

Auch zehn Jahre nach den Terroranschlägen beim Fußball-Länderspiel der deutschen Mannschaft gegen Frankreich in Paris beschäftigt der ehemalige Nationalspieler Julian Draxler weiterhin die traumatischen Erlebnisse. In einem Interview mit dem Magazin "Stern" schilderte der 32-jährige Rio-Weltmeister seine Ängste: "Diese Angst hatte ich schon: Sind wir das Terrorziel Nummer eins?" Draxler erinnerte sich an den 13. November 2015, als drei islamistische Terroristen vor dem Stade de France Selbstmordanschläge verübt hatten. Ihr Ziel war es, ins Stadion zu gelangen, was jedoch nicht gelang. Zeitgleich fanden an verschiedenen Orten in Paris weitere Angriffe statt, die 130 Menschen das Leben kosteten und hunderte verletzten oder traumatisierten. Die deutsche Mannschaft verbrachte aus Sicherheitsgründen die Nacht im Stadion. Erst in den frühen Morgenstunden wurden Bundestrainer Joachim Löw und sein Team mit Kleinbussen zum Flughafen gebracht. Draxler erinnerte sich: "Die Straßen waren menschenleer. Paris sah aus wie ein Schlachtfeld, das verlassen worden ist." Heute meidet Draxler große Menschenmengen und äußerte: "Bis heute meide ich etwa den Pariser Weihnachtsmarkt." Nach seiner Zeit bei Paris Saint-Germain, wo er von 2017 bis 2023 unter Vertrag stand, wechselte er zum Al-Ahli SC in Doha. In Doha erlebte Draxler am 9. September 2023 einen israelischen Luftangriff auf Führungsmitglieder der Terrororganisation Hamas. "Meine Frau und ich wollten gerade aus der Tür gehen, um unseren drei Jahre alten Sohn aus der Kita abzuholen, da hörten wir einen lauten Knall. Die Scheiben in unserem Haus wackelten," berichtete er. Er und seine Frau eilten sofort zu ihrem Sohn, der unter Schock stand.

Source: sport.de - 2025-11-04