Die Schatten der Terrornacht: Erinnerungen der DFB-Elf an Paris 2015

Am 13. November 2015 erlebt die deutsche Fußballnationalmannschaft im Stade de France in Paris eine schreckliche Tragödie. Während des Länderspiels gegen Frankreich detonieren Sprengsätze direkt vor den Stadiontoren. Während das Spiel läuft, wird Paris von einer Welle des Terrors erschüttert. In der Folge kosten die Anschläge an insgesamt fünf verschiedenen Orten 130 Menschen das Leben. Die 80.000 Fans im Stadion entkommen nur knapp einer Katastrophe durch Selbstmord-Attentäter. Der damalige Bundestrainer Joachim Löw beschreibt die Situation: „Da wurde es jedem klar, dass wir wirklich auch in einer unglaublichen Notsituation sind.“ Bastian Schweinsteiger, Kapitän der DFB-Elf, erinnert sich: „Du denkst, du gehst zum Fußballspiel – und am Ende war das der schwärzeste Tag.“ Das DFB-Team verbringt die Nacht in der Kabine des Stadions und schildert Gefühle von Angst und Hilflosigkeit. Kevin Trapp sagt: „Man hat Angst, Panik – man will das nicht zeigen, aber man hat 1.000 Gedanken im Kopf.“ Nur vier Tage später sollte ein Freundschaftsspiel gegen die Niederlande in Hannover stattfinden, als Symbol für Stärke und Normalität. Doch kurz vor dem Anpfiff wird das Stadion aufgrund konkreter Anschlagsgefahr evakuiert. Uwe Kolmey, damaliger LKA-Direktor in Niedersachsen, äußert: „Wir mussten uns fragen: Kann so etwas auch bei uns passieren?“ Oliver Bierhoff, Teammanager der Nationalmannschaft, wird von der Frage beschäftigt: „Sind wir jetzt die Zielscheibe?“ Die Dokumentation „Terror. Fußball. Paris 2015 – Die Nationalmannschaft im Visier“ beleuchtet den subjektiven Blick der Spieler, Trainer und Offiziellen und zeigt, wie nah die Nationalmannschaft einer Katastrophe entging.
Source: Sportschau - 2025-10-27