Boris Becker enthüllt fast Zusammenarbeit mit Jannik Sinner und seine neuen Prioritäten

Boris Becker hat in einem Interview mit dem Corriere della Sera ein bisher unbekanntes Detail aus seiner Karriere preisgegeben: Im Januar 2022 stand er kurz davor, Trainer von Jannik Sinner zu werden. Becker erklärte: "Ich habe nie darüber gesprochen. Es stimmt." Die Gründe für das Zustandekommen der Zusammenarbeit lagen in Beckers damaliger Situation. Zu dieser Zeit war der sechsmalige Grand-Slam-Sieger in London wegen Insolvenzvergehen vor einer Haftstrafe und musste zwei Monate später diese antreten. Becker erläuterte: "Ich sagte zu Jannik: 'Ich weiß nicht, wie das ausgehen wird, also kann ich mich nicht festlegen.'" Um Sinner dennoch zu unterstützen, empfahl er ihm mehrere Trainer, darunter Darren Cahill, den er als "den Besten" bezeichnete. Unter Cahills Anleitung gewann Sinner mittlerweile vier Grand-Slam-Titel und erreichte die Spitze der Weltrangliste. Auf die Frage, ob er zukünftig doch noch als Trainer von Sinner tätig werden könnte, antwortete Becker: "Darren wird nicht aufhören. Was mich betrifft, war ich überzeugt, dass Jannik der Stärkste werden könnte." Er betonte, dass Sinner damals noch an seinem Aufschlag und Beinspiel arbeiten musste, jedoch bereits eine außergewöhnliche Persönlichkeit war. Becker selbst befindet sich inzwischen in einer "anderen Lebensphase". Er betonte: "Meine Familie wächst, ich habe ein neues Business aufgebaut. Ich möchte nicht mehr so viel unterwegs sein, und vielleicht wird mir die Rolle des Trainers langsam zu einschränkend." Der ehemalige Tennisprofi lebt nun mit seiner dritten Ehefrau Lilian in Mailand, wo das Paar sein erstes gemeinsames Kind erwartet.
Source: sport.de - 2025-11-02