Nach schweren Stürzen: Skispringerinnen erleiden Verletzungen bei Olympia-Generalprobe

Nach schweren Stürzen: Skispringerinnen erleiden Verletzungen bei Olympia-Generalprobe

Die Generalprobe auf den Olympia-Schanzen von Predazzo im Rahmen des Sommer-Grand-Prix endete in einem Fiasko. Gleich drei Skispringerinnen verletzten sich schwer am Knie, was eine hitzige Sicherheitsdebatte auslöste. Alexandria Loutitt (Kanada), Eva Pinkelnig (Österreich) und Haruka Kasai (Japan/Nordische Kombination) stürzten auf der Normalschanze in Val di Fiemme und erlitten schwerwiegende Kreuzbandrisse. Die neuen, enger geschnittenen Anzüge sowie das Profil der Schanzen standen in der Kritik, da die hohe Flugkurve einen enormen Landedruck erzeugt und durch die Anzüge ein „Abbremspolster“ fehlt. Der Weltskiverband FIS reagierte umgehend: Die Anzüge der Skispringerinnen wurden modifiziert. An der Groß- und Normalschanze in Predazzo wurden Korrekturen vorgenommen. „Auf beiden Schanzen wurde der Winkel des Schanzentisches um ein halbes Grad verändert“, erklärte Sandro Pertile, der Weltcup-Rennleiter. Zudem wurden die Schanzengrößen leicht reduziert: von 109 auf 107 Meter bei der Normalschanze und von 143 auf 141 Meter bei der Großschanze. Die Flugkurve soll nun flacher sein, was das Springen erleichtert. Ein erster Test mit lokalen Athleten auf den angepassten Schanzen verlief positiv. Zusätzlich wird den weltbesten Athleten im Rahmen der italienischen Meisterschaften in Predazzo kurz vor Weihnachten eine weitere Olympia-Probe angeboten. Die Normalschanze wird am 22. Dezember zum Training geöffnet, bevor die offenen italienischen Titelkämpfe am 23. Dezember stattfinden. Es bleibt abzuwarten, wie viele Topspringer diese Gelegenheit nutzen, da der Weltcup-Tross bis zum 21. Dezember in Engelberg in der Schweiz gastiert.

Source: sport.de - 2025-11-04