Zwei Stunden Bruttospielzeit: Bundesliga-Spiele dauern immer länger

Zwei Stunden Bruttospielzeit: Bundesliga-Spiele dauern immer länger

Am neunten Spieltag der Fußball-Bundesliga gab es zwei Partien, die mehr als zwei Stunden Bruttospielzeit aufwiesen. Die Spiele dauern heutzutage deutlich länger als noch vor zehn Jahren, was auf verschiedene Faktoren zurückzuführen ist. Die Samstagsspiele um 15:30 Uhr laufen theoretisch parallel, während das Sonntagsspiel um 17:30 Uhr in der Regel das erste beendet. Doch immer häufiger überschreiten die Spiele die zwei Stunden. Ein Beispiel hierfür ist die Partie zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV am 02.11.2025, die mit einer Bruttospielzeit von 2:05:03 Stunden endete. Im Gegensatz dazu dauerte das Topspiel zwischen dem FC Bayern und Bayer Leverkusen nur 1:50:55 Stunden, da nach der Pause kein Tor fiel. Im Vergleich zur Saison 2015/16 hat sich die Bruttospielzeit um mehr als fünf Minuten erhöht. Während der Durchschnitt damals bei 1:50:18 Stunden lag, beträgt er aktuell 1:55:41 Stunden. Die Gründe für diese Verlängerungen sind vielfältig: Einführung des Videoassistenten (VAR), der zu mehr Unterbrechungen führt. Neue DFB-Anweisungen, die Schiedsrichter anweisen, für Tore und Wechselslots mindestens 30 Sekunden Nachspielzeit zu geben. In der Partie in Köln führte ein VAR-Check zu einer Verzögerung von etwa sechs Minuten. Schiedsrichter Daniel Schlager bemerkte: "Es hat sehr, sehr lange gedauert. Das gebe ich zu." Die Nachspielzeit kann sich auch durch Verletzungen und Diskussionen nach Gelb-Roten Karten verlängern. In Köln wurden schließlich 12 Minuten Nachspielzeit angezeigt, die durch zwei weitere Tore des FC verlängert wurden. Ein weiteres Beispiel für die verlängerte Spielzeit ist das Duell zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem SC Freiburg, das ebenfalls über die zwei Stunden hinausging. Die Entwicklungen der Bruttospielzeit in der Bundesliga werfen Fragen auf und könnten in Zukunft zu weiteren Änderungen führen.

Source: Sportschau - 2025-11-03