Diskussion um iPad-Schiedsrichter: DFB-Pokal könnte VAR-light einführen

In den letzten Tagen wurde intensiv über die Fehlentscheidungen im DFB-Pokal ohne VAR diskutiert. Die zweite Runde hat erneut gezeigt, wie problematisch diese Situationen sein können. Der Hamburger SV profitierte von einem fragwürdigen Elfmeter gegen den 1. FC Heidenheim, während die SV 07 Elversberg einen klaren Strafstoß gegen Hertha BSC verwehrt blieb. Zudem fiel in der Begegnung zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Bayern ein umstrittenes Abseitstor. In den ersten beiden Pokalrunden gibt es keinen VAR, da die Technik für viele unterklassige Teams zu teuer ist. Eine neue Idee wird nun diskutiert, um den VAR zumindest teilweise in den ersten beiden Runden einzuführen. Anstelle der komplexen Bundesliga-Lösung könnten Schiedsrichter auf normale TV-Bilder zurückgreifen. Hierfür wäre nur ein zusätzlicher Unparteiischer nötig, der über ein iPad oder einen Monitor die strittigen Szenen überprüft. Laut einer Bild-Recherche würde diese "VAR-light"-Variante maximal 2400 Euro kosten. Knut Kircher, der Schiedsrichter-Boss, äußerte sich positiv zu diesem Konzept: "Es wäre ein Lösungsansatz, eine Art VAR light in den ersten beiden Pokalrunden einzuführen." Bevor diese Idee realisiert werden kann, sind jedoch die Zustimmung von DFB, Vereinen und FIFA erforderlich. Kircher betonte: "Alle müssen sich an einen Tisch setzen und eine Lösung erarbeiten."
Source: 90PLUS - 2025-10-31