Schiedsrichter im Fokus: Kritik an Fehlentscheidungen im deutschen Fußball wächst

Schiedsrichter im Fokus: Kritik an Fehlentscheidungen im deutschen Fußball wächst

Im deutschen Fußball wächst der Ärger über die Schiedsrichter. Horst Heldt äußerte sich über die wiederholten Fehlentscheidungen und bezeichnete die Situation als «echt nicht mehr lustig». Dino Toppmöller bezeichnete die Entscheidungen als «definitiv nicht hinnehmbar», während der FC St. Pauli sich fragt, wofür das Geld für die Schiedsrichter ausgegeben wird. Die Diskussionen wurden durch die Nullnummer zwischen Union Berlin und dem SC Freiburg angeheizt. Referee Sören Storks sorgte für Aufregung, als er zwei Tore nach Intervention des Video-Schiedsrichters zurücknahm. Der Freiburger Treffer von Matthias Ginter wurde aufgrund einer Handspiel-Situation annulliert. Beim Union-Treffer von Andrej Ilic gab es unterschiedliche Meinungen, ob Rani Khedira dem SC-Keeper die Sicht genommen hatte. Heldt kritisierte die VAR-Entscheidung: «Was ich noch nie gesehen habe: Dass sich der VAR bei Abseits einmischt und den Schiedsrichter in die Review-Area schickt.» Das Berliner Publikum quittierte die lange Wartezeit mit «Schieber»-Rufen. In Heidenheim war die Situation ähnlich angespannt. Schiedsrichter Christian Dingert pfiff ein vermeintliches Tor der Eintracht Frankfurt aufgrund eines Foulspiels ab. Toppmöller fragte: «Wofür haben wir denn den Video-Schiedsrichter?» Die Expertenmeinungen sind geteilt. Ex-Referee Manuel Gräfe sprach von einem «Unforced Error», während Dietmar Hamann die Schiedsrichter ohne Technik als «überfordert» ansieht. Markus Merk betonte, dass bessere Schiedsrichter notwendig seien, um die Anzahl der Fehler zu reduzieren. Ein weiteres Problem stellt die halbautomatische Abseitstechnologie dar, die beim Spiel zwischen dem FC St. Pauli und Borussia Mönchengladbach versagte. Präsident Oke Göttlich forderte eine Rückerstattung für die nicht erbrachten Leistungen. Die Kosten für die technischen Hilfsmittel sind erheblich und belaufen sich auf jährlich elf Millionen Euro für die 36 Proficlubs in Deutschland.

Source: Fussballdaten - 2025-11-02