Rechtsstreit um WM-Titel 2008: Felipe Massa muss auf Entscheidung warten

Der Rechtsstreit des ehemaligen Formel-1-Fahrers Felipe Massa gegen den früheren Formel-1-Chef Bernie Ecclestone, das Formel-1-Management (FOM) und den Automobil-Weltverband (FIA) verzögert sich weiter. Richter Robert Jay verkündete nach einer dreitägigen Anhörung, dass das Urteil "vorbehalten" wird und zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben wird. Massa fordert umgerechnet rund 82 Millionen Euro Schadenersatz, da er den WM-Titel 2008 aufgrund des "Crashgate"-Skandals verloren habe. Sein Anwalt behauptete, die Angeklagten hätten diesen Vorfall "vorsätzlich vertuscht" und damit die Entscheidung der Weltmeisterschaft beeinflusst. Die Anwältin von FOM, Anneliese Day, wies die Vorwürfe zurück und erklärte: "Herr Massa kriegt durch diese Klage nicht den Preis, den er haben will. Die einzigen Gewinner werden die Anwälte sein." Auch David Quest, der Anwalt von Ecclestone, bezeichnete Massas Klage als "fehlgeleiteten Versuch, die Ergebnisse der Formel-1-Weltmeisterschaft 2008 neu aufzurollen". Massa betonte, dass es ihm nicht ums Geld gehe, sondern um Gerechtigkeit im Sport. Er erklärte: "Wir hören erst dann auf, wenn wir ein Ergebnis haben, das wir für korrekt im Sinne des Sports halten. Ich mache das für den Sport - um zu zeigen, dass Manipulation dort keinen Platz hat." Das dramatische WM-Finale 2008 in Brasilien bleibt in Erinnerung, als Massa als Erster die Ziellinie überquerte, jedoch durch eine späte Verbesserung von Lewis Hamilton den Titel verlor. Am Ende standen 98 Punkte für Hamilton und 97 für Massa zu Buche.
Source: sport.de - 2025-11-03