Real Madrid setzt auf Schadensersatz nach Gerichtsurteil gegen die UEFA

Real Madrid bleibt als letzter von zwölf Gründungsvereinen der Super League standhaft und sieht sich durch ein kürzliches Urteil des Landgerichts Madrid bestärkt. Dieses wies 21 Klagen der UEFA, La Liga und des spanischen Fußballverbandes ab, was die Marktbeherrschung der UEFA in Frage stellt. Das Gericht hatte bereits im Mai 2024 entschieden, dass die UEFA und FIFA wettbewerbswidrig gehandelt hatten, indem sie die Gründung einer neuen Liga blockierten. Die Super League, die am 18. April 2021 ins Leben gerufen wurde, fand nach nur drei Tagen kaum Unterstützung, während Real Madrid und der FC Barcelona dem Projekt treu blieben. In einer offiziellen Stellungnahme begrüßte der 15-fache Champions-League-Sieger die Entscheidung und stellte fest, dass die UEFA gegen EU-Wettbewerbsregeln verstoßen habe. Dies eröffnet dem Verein die Möglichkeit, erhebliche Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Trotz erfolgloser Gespräche mit der UEFA, die eine „Suche nach Lösungen“ beinhalteten, bleibt die Situation angespannt. Auch der Vermarkter A22, der die Super League in Unify League umbenannt hat, plant rechtliche Schritte gegen die UEFA. Die UEFA reagierte gelassen und kündigte an, das Urteil zu prüfen, bevor sie weitere Schritte unternimmt. Sie betonte, dass das Urteil weder die Super League noch die aktuellen Zulassungsregeln der UEFA untergrabe. Ein Berufungsverfahren vor dem spanischen Obersten Gerichtshof bleibt möglich, wodurch die UEFA alle rechtlichen Optionen ausschöpfen könnte.
Source: 90PLUS - 2025-10-31