Suspension von Oier Lazkano wirft Fragen über Red Bull-Bora-hansgrohe auf

Der Spanier Oier Lazkano vom deutschen Radrennstall Red Bull-Bora-hansgrohe wurde aufgrund „ungeklärter Unregelmäßigkeiten in seinem biologischen Pass“ vorläufig suspendiert, wie der Weltverband UCI am Donnerstag mitteilte. Diese Auffälligkeiten wurden in den Jahren 2022, 2023 und 2024 festgestellt, als Lazkano noch für das Team Movistar aktiv war. In seiner Reaktion erklärte Lazkano bei Eurosport Espanol: „Ich habe niemals Doping oder verbotene Substanzen verwendet. Meine Karriere basiert auf Einsatz, Engagement, Ehrlichkeit und täglicher harter Arbeit.“ Er betonte, dass er „ein sauberer Sportler und ein integrer Mensch“ sei und werde alles tun, um seine Unschuld zu beweisen. Auffällig ist, dass Lazkano seit April an keinem Rennen teilgenommen hat. Red Bull-Bora-hansgrohe gab keine Gründe für die lange Wettkampfpause des spanischen Straßenmeisters von 2023 an. Laut radsportaktuell.de war dies jedoch eine bewusste Entscheidung des Teams, obwohl zu diesem Zeitpunkt keine offizielle Sperre vorlag. Seinen letzten Start hatte Lazkano beim Klassiker Paris-Roubaix, wo er den 117. Platz belegte. Der ehemalige dänische Radsport-Superstar Michael Rasmussen äußerte auf dem Kurznachrichtendienst X: „Ich gehe davon aus, dass Red Bull-Bora-hansgrohe vor der Vertragsunterzeichnung die medizinische Akte von Lazkano angefordert hat. Daraus ergeben sich zwei Szenarien.“ Laut Rasmussen könnte dies entweder bedeuten, dass die Teamärzte die Problematik nicht erkannt haben, was Inkompetenz offenbart, oder dass die Auffälligkeiten bekannt waren, man aber erwartete, dass die Verbände nicht tätig werden. Letzteres wäre ein noch größeres Problem, da es darauf hindeutet, dass Teams bewusst Fahrer mit Anomalien im biologischen Pass einsetzen.
Source: sport.de - 2025-11-04