Paul Scholes priorisiert Familie: Die Herausforderungen mit seinem autistischen Sohn

Paul Scholes, eine Legende von Manchester United, hat seine Karriere als TV-Experte größtenteils aufgegeben, um sich intensiver um seinen Sohn Aiden zu kümmern. Aiden wurde im Alter von zweieinhalb Jahren mit einer schweren Form von Autismus diagnostiziert, was Scholes vor große Herausforderungen stellte. Im Podcast „Stick to Football“ von Gary Neville spricht Scholes offen über die Diagnosestellung und die Schwierigkeiten, die damit einhergingen. Er erinnert sich daran, dass er oft mit Kratz- und Bissspuren ins Training kam und wusste, dass etwas nicht stimmte. Scholes erklärt: „Es gibt Kinder, die zur Schule gehen können und ein normales Leben führen – bei Aiden ist das nicht so.“ Aiden kann nicht sprechen, aber Scholes ist überzeugt, dass er mehr versteht, als man glaubt. „Er gibt Laute von sich, aber nur Menschen, die ihm sehr nahestehen, wissen, was er sagen will.“ Für Aiden ist ein geregelter Alltag essenziell. Scholes beschreibt, wie er jede Woche feste Rituale einführt, wie das Schwimmen am Dienstag und der Besuch des Supermarkts am Sonntag, wo Aiden immer Schokolade bekommt. Scholes fand es zunehmend schwierig, seine Tätigkeit als TV-Experte mit den Bedürfnissen seines Sohnes zu vereinbaren. „Letzte Saison habe ich donnerstags die Europa League kommentiert – genau an dem Abend, an dem ich Aiden habe.“ Diese Unruhe führte dazu, dass er seine Karriere als Kommentator beendete. Die Betreuung von Aiden teilen sich Scholes und seine Ex-Frau Claire Froggatt. Sie leben seit fünf Jahren getrennt, waren jedoch 27 Jahre lang verheiratet. Scholes betont, dass er nur noch an Projekten arbeitet, die zur Routine seines Sohnes passen, wie seinem Podcast „The Good, The Bad & The Football“.
Source: 20 Minuten - 2025-11-01