NADA sieht sich durch Marius Kuschs Teilnahme an Enhanced Games unter Druck

NADA sieht sich durch Marius Kuschs Teilnahme an Enhanced Games unter Druck

Die Nationale Anti-Doping-Agentur NADA reagiert auf die bevorstehende Teilnahme des deutschen Schwimmers Marius Kusch an den Enhanced Games. Laut NADA-Vorstand Lars Mortsiefer habe die Agentur „wenig bis gar keinen Zugriff“ auf Kusch, da er nicht mehr im Testpool der NADA sei. Mortsiefer erklärte, dass nur bei offiziellen Wettkämpfen, die den Anti-Doping-Regelungen unterliegen, Tests möglich wären, was bei Kusch nicht der Fall sei. Die Enhanced Games, die im Mai 2026 in Las Vegas stattfinden, erlauben Doping und stehen im Widerspruch zu den Prinzipien des Sports, so Mortsiefer. Kusch, der zuletzt für die SG Essen startete und seinen Wohnsitz in den USA hat, ist der erste Deutsche, der für diese umstrittene Veranstaltung gemeldet hat. Mortsiefer warnte, dass Kusch bei einem positiven Test auf deutschem Boden mit einem Ermittlungsverfahren rechnen müsse. Die Enhanced Games bieten hohe Preisgelder, darunter 250.000 Dollar für die Sieger und eine Million Dollar für inoffizielle Weltrekorde. Angesichts der finanziellen Unterstützung durch Tech-Milliardäre und prominente Persönlichkeiten, wie den Sohn von Donald Trump, stehen die Institutionen des Sports unter Druck. Zudem haben die Organisatoren der Enhanced Games eine Kartellklage gegen den Weltverband World Aquatics und die WADA eingereicht, die eine illegale Kampagne zur Boykottierung der Veranstaltung vorwerfen.

Source: Sportschau - 2025-09-25