Nachfolge von Stefan Horngacher: DSV setzt auf interne Kandidaten für Skisprung-Team

Der Skisprung-Bundestrainer Stefan Horngacher wird nach der Olympia-Saison, die Ende November beginnt, sein Amt niederlegen. Dies steht seit der vergangenen Woche fest. Der Deutsche Skiverband (DSV) erwägt laut einem Medienbericht, eine interne Lösung für die Nachfolge zu finden. Horst Hüttel, Sportdirektor des DSV, äußerte: "Wir machen uns jetzt im Laufe des Winters Gedanken. Bis 1.5.2026 brauchen wir jemanden." Zwei erfahrene Kandidaten, Thomas Thurnbichler und Ronny Hornschuh, die bereits beim DSV unter Vertrag stehen, sind im Gespräch. Thurnbichler, der nach zwei herausfordernden Jahren als Hauptübungsleiter in Polen im Frühling als Junioren-Coach nach Deutschland wechselte, scheint die besten Chancen zu haben, zum 1. Mai zum Cheftrainer des Weltcup-Teams befördert zu werden. Hornschuh, der momentan das Team für den Continental-Cup betreut, ist noch im Rennen, doch seine Chancen scheinen geringer. Beide Kandidaten bringen bereits umfangreiche Erfahrungen aus dem Weltcup mit: Thurnbichler war von 2022 bis 2025 polnischer Bundestrainer, während Hornschuh zwischen 2015 und 2023 Chefcoach der Schweizer war. Laut dem Bericht von "sport.pl" ist es jedoch äußerst unwahrscheinlich, dass der DSV sich für eine externe Lösung entscheidet. Horngacher hatte in der vergangenen Woche erklärt, dass er seine Trainerkarriere in Deutschland in Predazzo beenden möchte. Er übernahm das Amt 2019 und führte das Team zu bedeutenden Erfolgen, darunter das Team-Gold bei der Heim-WM 2021 in Oberstdorf und den Einzel-Titel von Karl Geiger bei der Skiflug-WM 2020 in Planica. Ein Sieg bei der Vierschanzentournee blieb jedoch aus.
Source: sport.de - 2025-11-03