Matthäus fordert frühere VAR-Nutzung im DFB-Pokal nach strittigen Entscheidungen

Nach den umstrittenen Entscheidungen in der zweiten Runde des DFB-Pokals hat sich Lothar Matthäus, der Fußball-Rekordnationalspieler, für einen früheren Einsatz des Videoschiedsrichters (VAR) ausgesprochen. Er kritisierte, dass der VAR erst ab dem Achtelfinale zum Einsatz komme, und bezeichnete dies als „ein bisschen amateurhaft“. In einem Interview mit RTL/ntv erklärte der 64-Jährige: „In der Bundesliga legen wir Wert darauf – und dann hast du K.-o.-Spiele, in denen du nichts mehr reparieren kannst. Deswegen bin ich auch ein Befürworter: Wenn wir das schon durchziehen, dann konsequent und komplett – oder gar nicht.“ Die Einführung des VAR wird durch strukturelle und finanzielle Herausforderungen verzögert, sodass die Schiedsrichter in den ersten Runden auf ihre eigenen Entscheidungen angewiesen sind. Matthäus verwies auf das Beispiel des Ausgleichstreffers von Luis Díaz beim 4:1-Erfolg des FC Bayern gegen den 1. FC Köln. Díaz hatte das Tor aus einer klaren Abseitsposition erzielt. Matthäus betonte: „Es geht hier auch um sehr viel Geld. In der Bundesliga mit ihren 34 Spieltagen ist es meistens so, dass sich Entscheidungen mal pro und mal kontra für dich ergeben. Die Kölner haben in diesem Jahr keine Chance mehr, dass da noch etwas auf der Pro-Seite ist – sie sind ausgeschieden.“ Er merkte an, dass es für die Schiedsrichter nach den Erfahrungen in der Bundesliga vermutlich schwieriger sei, sich umzustellen. „Es ist eine Gewohnheitssache. Man verlässt sich darauf, deshalb winkt man oft spät – manchmal gar nicht.“ Das Spiel der Kölner war nur eines von vielen, das für Diskussionsstoff sorgte.
Source: Fussballdaten - 2025-10-30