Knut Kircher schlägt VAR light für den DFB-Pokal vor

Schiedsrichter-Boss Knut Kircher hat angeregt, im DFB-Pokal einen Einsatz des Video-Assistenten (VAR) bereits ab der ersten Runde in einer abgespeckten Form zu erwägen. Er bezeichnete dies als „VAR light“, bei dem ein Videoschiedsrichter nur die normalen TV-Bilder zur Verfügung hätte, um eklatante Fehlentscheidungen schnell zu verhindern. Kircher äußerte sich in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung. Er betonte jedoch, dass einige Unwägbarkeiten bei der Einführung dieser VAR-Reform zu klären seien. Dazu gehören die Zustimmung der FIFA, die Sichtweise der Verantwortlichen des DFB-Pokals und die Meinungen der beteiligten Vereine. Kircher zeigte sich offen für Neuerungen und betonte, dass die Schiedsrichter bereit seien, über mögliche Lösungen zu diskutieren. „Alle müssen sich an einen Tisch setzen und eine Lösung erarbeiten“, sagte er. Die Referees stehen seit den letzten Zweitrundenspielen unter erheblicher Kritik, da es zu eklatanten Fehlentscheidungen kam. Der VAR wird aufgrund struktureller und finanzieller Herausforderungen erst ab dem Achtelfinale eingesetzt, was zu Problemen für die Schiedsrichter in den ersten beiden Runden führt. Der frühere Fußball-Nationalspieler Dietmar Hamann kritisierte die Situation und sagte: „Es wurde eine Situation geschaffen, in der die Schiedsrichter oft nicht mehr in der Lage sind, ein Spiel ohne VAR zu leiten.“ Hamann forderte zudem ein einheitliches Vorgehen im Wettbewerb: „Entweder du spielst den ganzen Wettbewerb mit VAR, oder ohne ihn.“ Besonders kritisierte er das umstrittene Ausgleichstor des FC Bayern beim 4:1-Sieg in Köln, das aus einer klaren Abseitsposition erzielt wurde.
Source: Fussballdaten - 2025-10-31