HSV leidet unter VAR-Entscheidungen und eigenen Fehlern nach Niederlage in Köln

Nach der dritten Niederlage in Folge in der Fußball-Bundesliga ärgerten sich beim HSV viele über knappe Schiedsrichter- und VAR-Entscheidungen nach dem bitteren 1:4 gegen den 1. FC Köln. Trainer Merlin Polzin äußerte, dass die Schiedsrichterentscheidungen, insbesondere das Aberkennen zweier Hamburger Tore, entscheidend waren. Er kritisierte den langen Einsatz des VAR und forderte mehr Verhältnismäßigkeit bei den Platzverweisen. Yussuf Poulsen, der Kapitän, sprach ebenfalls von Unverständnis für die Entscheidungen und erhielt Unterstützung von FC-Coach Lukas Kwasniok, der die externen Faktoren als Vorteil für sein Team sah. Trotz des Frusts war die Niederlage für den HSV auch selbstverschuldet. Miro Muheim betonte, dass die schwache erste Hälfte entscheidend war, während Nicolai Remberg die Mannschaft zur Ehrlichkeit aufrief, dass sie das Spiel verdient verloren habe. In der ersten Halbzeit hatte der HSV Schwierigkeiten mit dem guten Positionsspiel der Kölner und kassierte das 0:1 durch Ragnar Ache nach einem Ballverlust von Albert Sambi Lokonga. Im zweiten Durchgang führte ein weiterer Fehler zu Florian Kainz' 2:0. Trotz der Rückschläge zeigte der HSV Moral und kämpfte bis zum Ende. Doch die Fehler und die hohe Anzahl an Platzverweisen, inklusive der zweiten Roten Karte für Fabio Vieira in dieser Saison, belasten die Mannschaft. Stefan Kuntz, der Sportvorstand, mahnte an, dass die Kleinigkeiten abgestellt werden müssen, um Punkte zu sammeln. Am kommenden Samstag erwartet der HSV den BVB, der in dieser Saison bislang äußerst effizient spielt. Kuntz warnte, dass die Spiele nicht einfacher werden und der HSV dringend Punkte benötigt.
Source: Sportschau - 2025-11-03