FIFA bleibt bei Entscheidung gegen Sanktionen gegen Israel und betont Fußball als Friedensbringer

Die FIFA hat beschlossen, weiterhin von Sanktionen gegen den israelischen Fußballverband abzusehen. Dies geschah trotz wachsender Forderungen seitens der Vereinten Nationen und der UEFA, die sich zuvor ähnlich verhalten hatte. FIFA-Präsident Gianni Infantino erklärte während einer Sitzung des FIFA-Rats am 2. Oktober 2025: "Die FIFA kann geopolitische Probleme nicht lösen" und unterstrich den Wunsch, die Kraft des Fußballs zu nutzen, um Menschen in einer gespaltenen Welt zusammenzubringen. Eine Abstimmung zu diesem Thema fand nicht statt. Im FIFA-Rat ist auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf vertreten, der den Staat Israel stets unterstützte. Der DFB gab an, Spekulationen nicht kommentieren zu wollen, betonte aber, dass die Haltung des DFB zum Staat Israel bekannt sei. Die Diskussion um Israels Status in internationalen Verbänden wird durch Berichte über eine mögliche Abstimmung des UEFA-Exekutivkomitees angeheizt, die jedoch nie bestätigt wurde. FIFA-Vizepräsident Victor Montagliani kommentierte, dass die UEFA auf den Friedensplan von US-Präsident Donald Trump warten werde, bevor sie weitere Schritte unternehme. Ein Antrag des palästinensischen Verbands zur Suspendierung Israels liegt seit Mai 2024 vor, wobei der Fokus auf dem Vorwurf des unrechtmäßigen Spielbetriebs in den israelischen Siedlungen im Westjordanland liegt. Eine rechtliche Analyse wurde in Auftrag gegeben, aber bis heute gibt es keine Entscheidung. Zudem üben die USA Druck aus, um Sanktionen gegen Israel zu verhindern, was die FIFA-Präsidenten in eine schwierige Lage bringt. Infantino steht häufig an der Seite von Trump, und die USA sind der wichtigste Geschäftspartner der FIFA. Eine Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen gegen einen Ausschluss Israels ist, was die Diskussion weiter kompliziert.
Source: Sportschau - 2025-10-02