Fifa-Präsident lobt Frauen im Stadion – Menschenrechtler kritisieren Symbolpolitik

Sydney – Fifa-Präsident Gianni Infantino hat die Zulassung von einigen weiblichen Zuschauern bei einem Fußballspiel im Iran als positive Entwicklung hervorgehoben. Er äußerte seine Freude über die Anwesenheit von Frauen und Mädchen bei einer Pokalbegegnung in der Stadt Mashhad am Sonntag. In einem Beitrag auf den sozialen Medien erklärte Infantino: „Ich bin sehr erfreut über die Anwesenheit von Frauen und Mädchen.“ Trotz dieser positiven Äußerungen üben Menschenrechtler scharfe Kritik an der Entscheidung, die lediglich eine Ausnahmeregelung darstellt. Sie betonen, dass die Zulassung von Frauen zu Fußballspielen im Iran weitreichender und nicht nur auf Einzelfälle beschränkt sein sollte. Diese Kritik richtet sich gegen die Überbewertung solcher Ereignisse, die als Symbolpolitik wahrgenommen wird. Die Debatte um die Rechte von Frauen im Iran bleibt angespannt, und viele fordern eine umfassendere Reform, um die Gleichstellung langfristig zu fördern. Die Diskussion über die Rolle von Frauen im Sport und deren Zugang zu Veranstaltungen wird weiterhin kontrovers geführt.
Source: derStandard.at - 2025-11-04