Familie Furrer spricht über den Verlust von Muriel und die Trauerbewältigung

Der 27. September 2024 bleibt ein schwarzer Tag in der Schweizer Sportgeschichte. Die 18-jährige Radfahrerin Muriel Furrer stürzte schwer bei der Rad-WM in Zürich und erlag später im Universitätsspital Zürich ihren Verletzungen. In der TV-Sendung «Fenster zum Sonntag» auf SRF äußerte sich die Familie Furrer ein Jahr nach dem tragischen Vorfall ausführlich über die Ereignisse und ihre Trauerbewältigung. Christine Brand Furrer, Muriels Mutter, sprach über ihre Wut auf Gott und die Kraft, die ihr der Glaube in dieser schweren Zeit gab. „Ich war sehr wütend auf Gott“, äußerte sie. Besonders schmerzhaft war der Moment, als die Ärzte die Diagnose mitteilten: „Da bin ich zusammengebrochen.“ Im Krankenhaus betete sie verzweifelt um das Überleben ihrer Tochter, doch die Realität war brutal. „Es war total surreal, dass sich die Welt normal weiterdreht, während wir in einem Horror gefangen waren“, reflektierte sie. Am Sterbebett sang sie Muriel Lieder aus ihrer Kindheit und spürte dabei eine tiefe Dankbarkeit. Christine Brand Furrer hat sich entschieden, die Frage nach dem Warum nicht mehr zu stellen, um besser mit dem Verlust umzugehen. Auch ihr Sohn Eric Furrer teilte seine Erfahrungen als Kranführer auf der Baustelle des Unispitals: „Es ist nicht einfach.“ Vater Reto Furrer berichtete von Muriels Zukunftsplänen und der tragischen Wendung, dass sie eigentlich auf Mountainbike umsteigen wollte, da diese Disziplin als weniger gefährlich gilt. Die Trauer um Muriel bleibt ein zentrales Thema für die Familie, während sie versucht, mit dem Verlust zu leben.
Source: 20 Minuten - 2025-11-02