Ein unvergesslicher Albtraum: Die deutsche Nationalmannschaft in Paris 2015

Am 13. November 2015 erlebte die deutsche Fußballnationalmannschaft im Stade de France in Paris eine unfassbare Tragödie. Während des Länderspiels gegen Frankreich detonierten vor den Stadiontoren mehrere Sprengsätze. Die Stadt wurde von einer Welle des Terrors erschüttert, die an insgesamt fünf Orten 130 Menschen das Leben kostete. Die 80.000 Zuschauer im Stadion entgingen nur knapp einer Katastrophe durch Selbstmord-Attentäter. Der damalige Bundestrainer Joachim Löw erinnert sich: „Da wurde es jedem klar, dass wir wirklich auch in einer unglaublichen Notsituation sind.“ Auch Bastian Schweinsteiger, Kapitän der DFB-Elf, schildert den Schock: „Du denkst, du gehst zum Fußballspiel – und am Ende war das der schwärzeste Tag.“ Die Spieler, darunter Kevin Trapp, André Schürrle und Christoph Kramer, verbrachten die Nacht in der Kabine des Stadions und erlebten Angst und Hilflosigkeit. Trapp beschreibt seine Gedanken: „Man hat Angst, Panik – man will das nicht zeigen, aber man hat 1.000 Gedanken im Kopf.“ Nur vier Tage nach den Anschlägen war das Freundschaftsspiel gegen die Niederlande in Hannover angesetzt, als Symbol für Stärke und Normalität. Doch kurz vor Anpfiff wurde das Stadion aufgrund konkreter Anschlagsgefahr evakuiert. Uwe Kolmey, damaliger LKA-Direktor in Niedersachsen, fragte sich: „Kann so etwas auch bei uns passieren?“ Oliver Bierhoff, Teammanager der Nationalmannschaft, war ebenfalls besorgt: „Mich hat die ganze Zeit beschäftigt – sind wir jetzt die Zielscheibe?“ Die Dokumentation „Terror. Fußball. Paris 2015 – Die Nationalmannschaft im Visier“ zeigt die subjektiven Erlebnisse der Spieler und Offiziellen sowie die Rückkehr der Einsatzkräfte in diese bedrohlichen Situationen.
Source: Sportschau - 2025-11-03