Dietmar Hamann fordert einheitlichen Einsatz des VAR im DFB-Pokal

In der aktuellen Debatte über strittige Entscheidungen im DFB-Pokal hat der frühere Fußball-Nationalspieler Dietmar Hamann ein einheitliches Vorgehen beim Einsatz des Videoschiedsrichters (VAR) gefordert. Er kritisierte, dass der VAR erst ab der 3. Runde eingesetzt wird: „Es kann nicht sein, dass du die Technologie erst ab der 3. Runde einsetzt. Entweder du spielst den ganzen Wettbewerb mit VAR, oder du spielst den ganzen Wettbewerb ohne ihn.“ Die Gründe für den verzögerten Einsatz des VAR liegen in strukturellen und finanziellen Herausforderungen. In den ersten beiden Runden sind die Schiedsrichter auf sich allein gestellt, was die Qualität der Entscheidungen beeinträchtigen kann. Hamann äußerte sich besorgt über die Überforderung der Schiedsrichter: „Es wurde eine Situation geschaffen, in der die Schiedsrichter oft nicht mehr in der Lage sind, ein Spiel ohne VAR zu leiten. Das ist erschreckend. Die Unparteiischen sind schlichtweg überfordert mit der Situation, dass sie keine zusätzliche Absicherung haben.“ In der zweiten DFB-Pokalrunde kam es zu mehreren strittigen Szenen, darunter ein umstrittenes Tor des FC Bayern. Der Münchner Stürmer Luis Díaz erzielte beim 4:1-Sieg gegen den 1. FC Köln ein zwischenzeitliches 1:1 aus deutlicher Abseitsposition. Hamann kritisierte dies scharf: „Wenn man aber als Unparteiischer das Abseits von Luis Díaz nicht sieht, dann hat man auf diesem hohen Niveau nichts mehr zu pfeifen oder zu winken.“ Er fügte hinzu, dass in den vergangenen Jahren in den ersten Pokal-Runden selten Gesprächsbedarf bestand, da die Schiedsrichter besser gepfiffen hätten.
Source: Fussballdaten - 2025-10-31