DHB-Handballer verlieren gegen Island und zeigen Schwächen vor der EM

DHB-Handballer verlieren gegen Island und zeigen Schwächen vor der EM

Die deutschen Handballer konnten ihren Kantersieg gegen Island nicht bestätigen und unterlagen im zweiten Duell mit dem Heimatland ihres Trainers Alfred Gislason mit 29:31 (15:16). Nach einem starken Auftritt am Donnerstag, als das DHB-Team mit 42:31 gewann, offenbarten sie nun große Schwachstellen rund zehn Wochen vor dem EM-Start. Im SAP Garden in München geriet das DHB-Team nach der 12. Minute in Rückstand und lag bis zum Ende der Partie nicht mehr in Führung. Juri Knorr, der im ersten Spiel brillierte, konnte diesmal nicht überzeugen und sorgte vor 10.299 Zuschauern für zahlreiche Fehler. Andi Wolff äußerte sich optimistisch über die EM-Chancen: "Das ist kein Los, das man sich wünscht. Aber wir können jeden schlagen – auch Dänemark, wenn wir einen perfekten Tag erwischen." Trotz dieser Zuversicht war das Team gegen Island weit entfernt von seiner Bestleistung. Gislason wechselte kräftig durch, was sich negativ auf die Leistung auswirkte. Fehlwürfe und ungenaue Pässe führten dazu, dass die Gastgeber nach einem 5:2-Vorsprung in Rückstand gerieten. "Die leben nur von unseren Fehlern. Ein bisschen mehr Konzentration", forderte Gislason in einer frühen Auszeit. In der Schlussphase erhöhte das DHB-Team das Tempo, aber eklatante Aussetzer kosteten ihnen letztendlich den Sieg. Marko Grgic sorgte mit starken Würfen für sehenswerte Tore, während Wolff mit zwei Siebenmeter-Paraden glänzte. Insgesamt war das Spiel eine lehrreiche Erfahrung für die deutsche Mannschaft, die sich nun auf die bevorstehenden Herausforderungen in der EM-Vorrunde gegen Österreich, Spanien und Serbien vorbereiten muss.

Source: sport.de - 2025-11-02