Deutsche Handballer enttäuschen nach Sieg gegen Island mit Niederlage in München

Die deutsche Handballnationalmannschaft hat am Sonntag eine 29:31-Niederlage gegen Island im SAP Garden in München hinnehmen müssen. Drei Tage nach dem überzeugenden 42:31-Sieg im Testspiel in Nürnberg stellte sich die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason deutlich schwächer dar. Die Auslosung für die bevorstehende Handball-EM wurde von Torwart Andreas Wolff als „Albtraum“ bezeichnet, da die Vorrunde mit starken Gegnern wie Österreich, Serbien und Spanien gespickt ist. In der Hauptrunde stehen dann Weltmeister Dänemark, Europameister Frankreich, Norwegen und Portugal auf dem Programm. Nur zwei Teams aus dieser Gruppe qualifizieren sich für das Halbfinale. Nach dem ersten Testspiel schien die deutsche Mannschaft auf einem guten Weg zu sein, doch die Niederlage gegen Island offenbarte gravierende Mängel. Juri Knorr bezeichnete den Tag als „blöden Scheißtag“ und drückte die Enttäuschung über den Leistungsabfall aus. Gislason betonte: „Wir haben noch einen weiten Weg vor uns, um richtig stabil zu spielen." Die Probleme im Angriff waren offensichtlich, da die Mannschaft zu viele Chancen vergab und einfache Fehler machte. Gislason kritisierte die technische Unsicherheit, die zu Gegenstößen und Gegentoren führte. Vor dem EM-Start stehen noch zwei Tests gegen Kroatien an, die ähnlich stark sind wie Island. Gislason muss entscheiden, welche Spieler in der anspruchsvollen EM-Gruppe bestehen können. Die Zeit drängt, und ein weiterer Rückschlag wäre fatal.
Source: SZ.de - 2025-11-03