Bayern München kämpft mit sinkenden Einnahmen aus der Auslandsvermarktung

30 Millionen Euro. Diese Summe ist der Betrag, den der FC Bayern München aus der Auslandsvermarktung seiner TV-Rechte erzielt. Im Vergleich dazu generiert der deutsche Rekordmeister, der seit 1997 ununterbrochen an der Champions League teilnimmt, im Ausland weniger Einnahmen als der AFC Sunderland in England. Diese Entwicklung spiegelt die schwindende Bedeutung der Bundesliga auf internationaler Ebene wider. Jan-Christian Dreesen, der Bayern-Boss, äußerte auf der Jahreshauptversammlung, dass die Bundesliga bei der Auslandsvermarktung „dramatisch“ im Hintertreffen sei. Während die Premier League über zwei Milliarden Euro aus dem Ausland einnimmt – mehr als das Elffache der Bundesliga mit ihren 174 Millionen Euro – kommt La Liga auf 835 Millionen Euro. Diese Zahlen verdeutlichen die jahrelangen Fehlentwicklungen, an denen Bayern selbst maßgeblich beteiligt war. Zwölf Meisterschaften zwischen 2013 und 2025 haben der Bundesliga das Image eines langweiligen Wettbewerbs verliehen. Im Gegensatz zur spannenden Konkurrenz in England und Spanien, wo verschiedene Teams um den Titel kämpfen, erscheint die Bundesliga als Einbahnstraße. Dies führt dazu, dass internationale Zuschauer nur wenig Interesse an einem Wettbewerb zeigen, dessen Ausgang bereits im August feststeht. Bayern leidet besonders unter dieser Entwicklung. Mit nur 30 Millionen Euro aus dem Ausland fehlen dem Klub die finanziellen Mittel, um international konkurrenzfähig zu bleiben. Dreesens Forderung, dass die DFL und alle Vereine „mehr tun“ müssen, kommt jedoch zu spät. Die Bundesliga muss ihren Titelkampf neu beleben, um international wieder relevant zu werden, was bedeutet, dass Bayern Macht abgeben müsste. Andernfalls bleiben die 30 Millionen Euro bald die einzigen Einnahmen aus dem Ausland.
Source: Fever Pit'ch - 2025-11-04