25 Jahre nach Bayerns historischer Pokalpleite gegen Magdeburg

Der FC Bayern München steht vor einem bedeutenden DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den 1. FC Union Berlin. Am 1. November 2000 erlebte der Rekordmeister eine denkwürdige Niederlage gegen den 1. FC Magdeburg, die bis heute die einzige Pokal-Pleite gegen ein Team unterhalb der Dritten Liga bleibt. Die Partie endete nach 120 Minuten mit 1:1 und wurde schließlich mit 2:4 im Elfmeterschießen entschieden. Dirk Hannemann, der letzte Elfmeter-Schütze von Magdeburg, erinnerte sich an die „übergeschwappten Emotionen“: „Die Fans waren auf dem Platz und ich habe meine Hose eingebüßt.“ Der Nigerianer Adolphus Ofodile hatte Magdeburg in der 66. Minute in Führung gebracht, bevor Hasan Salihamidzic in der 79. Minute den Ausgleich erzielte. Im Elfmeterschießen hielt der Magdeburger Torhüter Miroslaw Dreszer zwei Elfmeter, während die Magdeburger alle vier Chancen verwandelten. Nach dem Spiel kam es zu Diskussionen über den Trikottausch, der von Bayern verweigert wurde, was nicht überall gut ankam. Hannemann erklärte: „Uli Hoeneß hat später dafür gesorgt, dass wir noch Trikots bekommen haben. Sie wurden uns nachträglich zugesandt.“ In der Pokalhistorie des FC Bayern gab es insgesamt elf Aus gegen Nicht-Bundesligisten. Zu den weiteren bemerkenswerten Niederlagen zählen das 1:2 gegen VfL Bochum im Jahr 1968 und der 3:1 Triumph des FC Homburg im Jahr 1977. Auch Alemannia Aachen und Holstein Kiel konnten die Bayern in den letzten Jahren besiegen. Der 1. FC Saarbrücken schloss sich am 1. November 2023 dieser Liste an, was die historische Bedeutung des Spiels gegen Magdeburg unterstreicht.
Source: Fussballdaten - 2025-11-03